Über mich

​​„Wie kommt man dazu, sich beruflich mit dem Thema Sexualität zu beschäftigen?" Wie oft bin ich das schon gefragt worden! ​Ganz praktisch hat mich das Thema in der Pubertät erwischt, wie so viele andere auch. ​Die erste Liebe, der erste Sex, der erste Liebeskummer. Und so viele Fragen, auf die ich keine Antwort ​fand. Im Studium ​hatte ich dann durch einen glücklichen Zufall ​die Chance, nicht nur Antworten zu finden, sondern gleichzeitig zu lernen, wie ich andere auf ihrem Weg unterstützen kann.

​Seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Kaum ein anderes Thema ist so interdisziplinär, vielschichtig und vielseitig wie Sexualität. Sie durchzieht unser ganzes Leben, ganz gleich, ob wir in unserer aktuellen Lebenssituation gerade Sex haben oder nich​t. ​​​​Wenn wir allerdings welchen haben, gibt es unendlich viele Möglichkeiten, ​sich zu verheddern. Ich helfe Ihnen gern beim Entwirren.

​​Qualifikationen

Studium der Sexualpädagogik und Sexualberatung, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Diplom-Pädagogin)

​Der glückliche Zufall: Während des Studiums der Erziehungswissenschaften stolperte ich in das Modellprojekt "Sexualpädagogik an der Hochschule". Juhu! Drei Semester Vollzeitstudium ​mit den unterschiedlichsten Themen: Theorie, Ethik und Didaktik der Sexualpädagogik; Medien und Methoden; Sexualpädagogik im Vorschulalter; Sexualität und Älterwerden; Persönlichkeitslernen; sexualwissenschaftliche Fragestellungen; Körper- und Sexualaufklärung; sexuelle Funktionsstörungen; Normen und Werten; Gewalt, Aggression und Sexualität; geistige Behinderung und Sexualität; Prostitution; Pornografie; Geschlechtsidentität; Sprache; Sexualberatung und noch so vieles mehr. Das Wichtigste war wohl, über mich selber zu reflektieren und zu lernen, dass wir unsere eigenen Werte und Normen nicht auf andere Menschen übertragen dürfen.

​Studium der Sexualwissenschaften und Psychologie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

​​Ich hatte Blut geleckt​. ​Da waren noch so viele Fragen: Wie ​prägen uns Gesellschaft, Kultur und ​Religion? Wie haben die Menschen ​früher geliebt und gefühlt? Wie beeinflussen uns Genetik und Biologie? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es? Wie bewegen sich Frauen zwischen Tradition und Moderne? W​elche Liebeskonzeptionen gibt es? Das ist für mich so spannend, weil wir alle Sex immer auch vor dem Hintergrund dessen erleben, w​ie, wann und mit wem wir aufgewachsen sind und wie wir heute ​leben. ​Für meine heutige Arbeit mit Klient*innen waren die Vorlesungen zu den Themen Transsexualität, Intersexualität und abweichendem sexuellen Verhalten ​maßgeblich wichtig. Ebenso wie Kommunikation und Kommunikationsstörungen, ​Entwicklungspsychologie, sexueller Missbrauch, entwicklungs- und lernpsychologische Aspekte der Beziehungsfähigkeit.

​​Fortbildung i​n Sexologie und Sexualberatung nach SexoCorporel, Soham-Institut in Hamburg

Unser Körper spielt eine große Rolle bei der Wahrnehmung und dem Erleben von Lust und Leidenschaft. Manchmal haben wir uns in unserer modernen Welt mit all dem Stress und Druck, dem wir ausgesetzt sind, so weit von uns selber entfernt, dass wir gar nicht wirklich wahrnehmen, was wir fühlen oder wie angespannt wir sind. Die körperorientierte Sexualtherapie​ des SexoCorporel bietet hier wunderbare Möglichkeiten, unseren Körper und unsere Lust zu entdecken. Um diesen Ansatz kennenzulernen, habe ich an einer umfangreichen und spannenden Fortbildung bei meiner wunderbaren Kollegin Susanna-Sitari Rescio teilgenommen.

Ausbildung zum zertifizierten Systemischen Coach, Coachingakademie in Hamburg

​In meiner Arbeit als systemischer Coach geht es darum, ​​Menschen ​bei Veränderungsprozessen zu begleiten. Diesen Ansatz finde ich so spannend, weil wir uns auch immer in einem System mit je eigenen Kommunikations-, Handlungs- und Beziehungsmustern befinden. Wir können nicht unseren Partner oder unsere Partnerin verändern. Aber unser eigenes Verhalten und Denken. Zu dieser Form der Beratung gehört Fragen, Fragen, Fragen. Fragen zum Verständnis, aber auch Fragen, mit denen ich Sie zum Nachdenken anregen möchte und die Ihnen völlig neue Betrachtungsweisen eröffnen.

Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, ​Landesprüfungsamt für Heilberufe in Hamburg

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie begebe ich mich auf eine spannende Reise in die menschliche Psyche und ihre Verhaltensweisen. Somit kann ich auch auf ein fundiertes psychologisches Grundwissen zurückgreifen. Hierher gehört auch das Erstellen von offiziellen Diagnosen, sofern dieses erforderlich ist.

Weiterbildung in Hypnotherapie nach Milton Erickson, ISPF in Hamburg. Strukturierte Hypnose, Hypnose-Akademie

Stellen Sie sich vor, Sie begeben sich bei vollem Bewusstsein auf eine Reise in Ihr Unterbewusstsein und kommen entspannt und gestärkt zurück. Stellen Sie sich vor, Sie können auf dieser Reise eine unangenehme oder traumatische Situation aufarbeiten, nicht gemachte Erfahrungen nachholen oder zukünftige Ereignisse vorbereiten. In der Hypnotherapie nutzen wir die Wirkung von Trance und Suggestionen in einem therapeutischen Setting. Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie Ihre Wahrnehmung in einem Zustand der Entspannung fokussieren und wie in einem Tagtraum neue Erfahrungen sammeln. Sie haben wenig Lust auf Sex? Finden wir heraus, was Sie hindert oder was Sie sich wirklich wünschen!

Klientenzentrierte Gesprächpsychotherapie nach Rogers, Christian-Albrechts-Universität und Grüne Schule

Therapeutisch arbeite ich auf der Grundlage der Gesprächspsychotherapie nach Rogers. Diese Methode begeistert mich so sehr, weil die Lösung für die Anliegen in den Klienten selber liegt. Dadurch wird erreicht, dass der Klient oder die Klientin nicht nur zu sich selber findet, sondern auch wirklich hinter dem Ergebnis steht. Konkret bedeutet das, dass ich versuche, mich wirklich in Ihre Situation einzufühlen und Ihnen widerzuspiegeln, was ich dabei wahrnehme.

Weiterbildung in Embodiment, Soham-Institut in Hamburg

Körperliche Veränderungen haben einen direkten Einfluss auf unsere Psyche. Umgekehrt wirken sich Stimmungen, Absichten und emotionale Zustände auf körperliche Prozesse aus. Die Grundlagen dafür finden sich im Embodiment. Wir können uns diese Wechselwirkungen bewusst machen und sie gezielt verändern. Sie können das gleich selber ausprobieren: Gehen Sie einmal mit hängenden Schultern durch den Raum. Und anschließend mit gerader Haltung und herausgedrückter Brust. Merken Sie einen Unterschied?

​Weiterbildung in Emotional Unlinking Work, NLP Zentrum in Berlin

Glaubenssätze wie "Ich bin nicht​ ​gut genug" oder "​Nur wenn ich schlank bin, ​kann ich einen Partner finden" sind tief in uns verankert. Emotional Unlinking Work ​ist eine Methode, ​um Glaubenssätze, emotionale Probleme ​oder unangenehme Erinnerungen leicht, dauerhaft und ​erstaunlich schnell ​​aufzulösen. Die Methoden basieren auf ​der Arbeit mit Gefühlen, die wir an bestimmte Situationen oder Erinnerungen gekoppelt haben. Diese Bedeutungszuschreibung wird aufgelöst, so dass die Ursprungssituation in einem neutralen Licht erscheint. Kling erst einmal spooky,​ funktioniert aber tatsächlich! Ich habe es selber erlebt und sehe es auch immer wieder in der Arbeit mit meinen Klientinnen.

​Meine Tätigkeitsfelder

​​Viele Jahre habe ich Jugendliche und Erwachsene hinsichtlich ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung beraten. Auch hier spielten Partnerschaft und Sexualität ​häufig eine große Rolle.

​Als Sexualtherapeutin und systemischer Coach ​spreche ich persönlich mit Menschen über alles, was sie bewegt. Gemeinsam entwickeln wir immer wieder ganz neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.

​Mittlerweile blicke ich auf einige Jahre der Zusammenarbeit mit großen Erotikversandhändlern zurück. Eine vielseitige Tätigkeit, bei der mein Schwerpunkt auf der Aufklärung liegt.

Das hier muss ich unbedingt extra erwähnen: Das Gefühl, in die Fußstapfen einer großen Aufklärerin zu treten, war für mich der ​ausschlaggebende Grund, für das Unternehmen Beate Uhse tätig zu werden. Den Traum hatte ich, seit ich während des Studiums aufgeschnappt hatte, dort wäre eine Soziologin eingestellt worden. Das wollte ich auch! Es hat allerdings ein paar Jahre gedauert, bis aus dem Traum Wirklichkeit wurde. Die Person Beate Uhse gehörte zu den ganz Großen: Nicht nur als Wirtschaftswunder in der deutschen Nachkriegsgeschichte sondern ​auch als Aufklärerin in einer männerdominierten erotikfeindlichen Gesellschaft. Und hier hat sie Großartiges geleistet. Ihr haben wir die Verbreitung der natürlichen Verhütungsmethode zu verdanken. Ein Wissen, das damals verschütt gegangen war. Und sie sprach offen über Sexualität, was lange Zeit für die allergrößten Anstöße sorgte. Es gab unzählige Anzeigen und Verfahren gegen sie. Trotzdem hat sie sich nie unterkriegen lassen. ​Was für Fußstapfen!

​​Zu meiner Zeit in ihrem Unternehmen war Beate Uhse leider schon verstorben. Ich hätte sie nur zu gern kennengelernt. Und so habe ich hoffentlich in ihrem Sinne für das Unternehmen ein Beratungsangebot aufgebaut, als Sex-Expertin für das Magazin ​aufklärende Beiträge ​geschrieben und bin durch das Land getourt, um den Menschen für ihre Fragen zur Verfügung zu stehen. ​Sehr spannend war auch das Schreiben von Drehbüchern für Sex-Educationals (Lehrfilme), um auf diesem Wege den Umgang mit Sexualität zu entspannen. Das Drehen der Filme war auf jedem Fall ein Highlight!

Regelmäßig kommen Journalisten und Journalistinnen mit ganz unterschiedlichen Themen auf mich zu: Paarsexualität, Sextoys, Sexroboter, Sex der Zukunft, Sex in den Wechseljahren.

Für die Stiftung Männergesundheit in Berlin habe ich für den Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht einen Beitrag über männliche Sexualität und Sextoys erarbeitet. 

​Ich bin Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft. Hier befriedige ich meinen theoretischen Wissensdurst.

​Und wer bin ich persönlich?

​Eine Frau, die auf ihre Wechseljahre wartet. Oder schon drin steckt. Ich bin mir da gerade nicht ganz sicher. Eine Frau mit einem großen Gepäck an Lebenserfahrung. Eine Frau mit Höhen und Tiefen in ihrem Leben. Eine Frau, die sich durchgebissen hat und die sich im Leben alles selber erarbeiten musste. Eine Frau, die sich immer wieder neu entdeckt. Eine Frau mit Lust, Lebensfreude und ständigem Hunger. 

Aufgewachsen bin ich in Kiel im Institut für Meereskunde zwischen Seehunden, Aquarium und Forschungsschiffen. Mein Vater war ein passionierter Angler und Bootsfahrer. ​Die Ferien habe ich am, auf und im norwegischen Fjord ​und die Sommerwochenenden am Strand von Fehmarn verbracht. Daher stammt wohl meine Affinität zu Wasser, Schiffen und Ankern. Auch heute brauche ich immer das Wasser in meiner Nähe. Ein Tag an der Ostsee ist Balsam für meine großstädtische Seele.

In meiner Freizeit engagiere ich mich ehrenamtlich bei den Toastmasters. Hintergrund war, meine Redeangst vor Publikum zu bewältigen. Hat geklappt. In diesem Jahr bin ich sogar die amtierende Präsidentin unseres Clubs. Auch hier ließ sich also etwas bewegen, auch wenn es mich in den vergangenen vier Jahren viel Adrenalin, Schweiß und zittrige Hände gekostet hat. Ich sage nur wieder: "Butter bei die Fische"! Manchmal müssen wir uns einfach einen Schritt vorwagen, wenn wir etwas verändern wollen.