Über mich

„Wie kommt man denn dazu, sich beruflich mit dem Thema Sexualität zu beschäftigen?“ Wie oft bin ich das schon gefragt worden. Sex sei doch etwas Privates und was gäbe es darüber schon so viel zu sagen? Jede Menge! Kaum ein anderes Thema ist so interdisziplinär und vielseitig wie Sexualität.

Meine Ausbildung

Mich hat es schon immer brennend interessiert. Erst privat, dann beruflich. Als sich die Möglichkeit ergab, habe ich mich begeistert ins Studium der Sexualwissenschaften gestürzt. Damals gab es im Gegensatz zu heute noch keinen speziellen Studiengang dafür. Und so habe ich mir als Erziehungswissenschaftlerin in den unterschiedlichen Fakultäten geholt, was ich wissen wollte. Ich war bei den Juristen, den Soziologen, den Psychologen, den Historikern, den Germanisten, den Medizinern, den Pädagogen und den Biologen. Sexualität lässt sich nun einmal nicht auf ein Fach beschränken, dazu ist sie viel zu vielfältig. Bei den Pädagogen habe ich eine Zusatzqualifikation als Sexualpädagogin erworben. Drei Semester Vollzeit Sexualpädagogik. Das war eine wirklich interessante und spannende Zeit, in der ich auch viel über mich selber gelernt habe. Im Jahr 2000 habe ich an der Universität Kiel mein Diplom bestanden.

Was danach kam und was ich heute mache

Seitdem beschäftige ich mich mit allem rund um die schönste Nebensache der Welt. Viele Jahre habe ich Jugendliche und Erwachsene in Sachen Partnerschaft und Sexualität beraten. Für Beate Uhse habe ich ein Beratungsangebot aufgebaut und als Sex-Expertin für das Magazin geschrieben. Dazu gehörten auch Drehbücher für Sex-Educationals, um auf diesem Wege den Umgang mit Sexualität zu entspannen. Das Drehen der Filme war auf jedem Fall ein Highlight! Seit 2014 arbeite ich unter anderem mit dem Erotikversandhändler ORION zusammen. Für die Stiftung Männergesundheit in Berlin habe ich einen Bericht über männliche Sexualität und Sextoys erarbeitet. Ich bin Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft.

Das treibt mich um

Zwei große Themen beschäftigen mich seither. Wie wirken sich gesellschaftliche Veränderungen auf unser ganz persönliches Erleben von Sexualität aus? Diese Frage hat gerade heute mit der Internet- und Pornographie-Debatte eine hohe Brisanz. Der Umgang mit Sexualität wird immer offener. Aber was bedeutet das für den Einzelnen? Was geschieht mit uns, wenn immer mehr Menschen allein leben? Eines weiß man schon heute: Der Single, der wild durch die Betten hüpft, ist die Ausnahme. Und wie wirkt sich der heutige Leistungs- und Perfektionsanspruch auf die Lust aus?

Das andere große Thema ist das Älterwerden. In meiner Diplomarbeit habe ich mich mit der Sexualgeragogik beschäftigt und Methoden entwickelt, wie man mit älteren Menschen zu ihrer sexuellen Biographie arbeiten kann. Viele von ihnen haben Sexualität als etwas wenig Lustbetontes, stattdessen mehr als Pflichterfüllung erlebt. Sex ist häufig auf den Geschlechtsverkehr reduziert. Fehlende Informationen über alters- oder krankheitsbedingte Veränderungen führen zu Verunsicherung und Vermeidung. Sexualität begleitet uns aber ein Leben lang. Und so lohnt es sich, auch im Alter das Schöne an der Liebe zu entdecken!

Meine Weiterbildungen

Sexualität ist aber nicht nur Kopfsache. Naturgemäß spielt auch unser Körper eine große Rolle bei der Wahrnehmung und dem Erleben von Lust und Leidenschaft. Das ist vielen Menschen gar nicht so bewusst. Manchmal haben wir uns in unserer modernen Welt mit all dem Stress und Druck, dem wir ausgesetzt sind, so weit von uns selber entfernt, dass wir gar nicht wirklich wahrnehmen, was wir fühlen. Wir funktionieren einfach und erwarten dies auch von unserem Körper und unserer Sexualorganen. Die Methoden aus dem Sexocorporel bieten wunderbare Möglichkeiten, unseren Körper und unsere Lust neu zu entdecken.

  • Um diesen Ansatz kennenzulernen, habe ich 2016 an einer umfangreichen und spannenden Fortbildung in Sexologie und Sexualberatung nach der körperorientierten Sexualtherapie „Sexocorporel“ bei der wunderbaren Susanna-Sitari Rescio teilgenommen.
  • 2017 habe ich mich auf eine spannende Reise in die menschliche Psyche und ihre Störungen begeben und diese mit der Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie abgeschlossen. Somit kann ich nun auch auf ein fundiertes psychologisches Grundwissen zurückgreifen.
  • Aber das war ja noch nicht alles! Im Herbst 2017 geht es gleich weiter mit einer Weiterbildung in der Gesprächsführung nach Rogers und einer Ausbildung zum systemischen Coach. Auf beides freue ich mich schon sehr!

Warum und worüber ich schreibe

Informationen sind sehr wichtig und mir macht das Schreiben darüber viel Spaß. Deshalb greife ich alles auf, das mir wichtig oder interessant erscheint und versuche damit, ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Meine Texte erscheinen zumeist auf anderen Portalen. Die Texte sollen eine konkrete Hilfestellung bei Unsicherheiten und Problemen bieten. Da ich aber aus Erfahrung weiß, dass über etwas zu lesen nicht immer bedeutet, es auch umsetzen zu können, biete ich zudem eine persönliche Sexualberatung und auch eine tiefergehende Sexualtherapie an.

Ich schreibe aber nicht nur gern. Viel lieber rede ich. Deshalb gibt es meine Themen jetzt auch in mittlerweile zwei Podcasts!

  • Unter www.allesworansiedenken.de spreche ich mit meinem Sidekick Olaf Kock über alles, was Spaß macht, Fragen aufwirft und uns damit eigentlich andauernd beschäftigt.
  • Neu ist der Podcast Alles über Sexualität, in dem ich allein als auch mit anderen ExpertInnen und Gästen über eben alles über Sexualität rede.