Über mich

​Wenn Sie sich dafür interessieren, wer ich bin, welche Erfahrungen und welche Qualifikation ich für meine Arbeit mitbringe, können Sie sich hier umsehen. Irgendwer hat zu mir gesagt, das sei doch zu viel, das lese doch kein Mensch. Und das müssen Sie ja auch nicht. Aber Sie können. Manche Menschen interessiert nicht, wer ich bin und welche Ausbildung ich habe. Und andere wählen gerade danach aus. Entscheiden Sie, was für Sie wichtig ist!

​„Wie kommt man denn dazu, sich beruflich mit dem Thema Sexualität zu beschäftigen?" Wie oft bin ich das schon gefragt worden. Sex sei doch etwas Privates und was gäbe es darüber schon so viel zu sagen? Jede Menge! Kaum ein anderes Thema ist so interdisziplinär und vielseitig wie Sexualität. Sie durchzieht unser ganzes Leben, ganz gleich, ob wir in unserer aktuellen Lebenssituation gerade Sex haben oder nich​t.

​In der Beratung beginnen viele Menschen mit "Ist es normal, dass ich....." ​Eine Formulierung, die ​es verdient, immer ernst genommen zu werden! Denn solange wir glauben, nicht richtig zu sein, in dem was wir machen oder uns wünschen, können wir das auch nicht wirklich akzeptieren und unser volles erotisches Potential ausschöpfen.

​Fachliche Qualifikation

​Sexualwissenschaftlerin

​Vom Studium her bin ich Diplom-Pädagogin und Sexualwissenschaftlerin​. Das ist der theoretische Hintergrund meiner Arbeit. Hier setze ich mich mit den gesellschaftlichen, kulturellen, medizinischen, historischen, psychologischen, biologischen, genetischen oder auch medialen ​Seiten von Sexualität auseinander. Das ist so spannend, weil wir alle Sex immer auch vor dem Hintergrund dessen erleben, w​ie, wann und mit wem wir aufgewachsen sind und wie wir heute ​leben.

​Sexualpädagogin

​Außerdem bin ich Sexualpädagogin. Auch diese Qualifikation habe ich in meinem Studium an der Uni erworben. Ich habe viele Jahre mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im sozialen ​Bereich gearbeitet. Viele davon hatten einen Migrationshintergrund, was meine Tätigkeit manchmal bereichert und manchmal auch erschwert hat. Auf jeden Fall war es nie langweilig!

Zertifizierter Systemischer Coach

​In meiner Arbeit als systemischer Coach geht es darum, die Klienten dazu zu befähigen, eigene Lösung zu finden. Diesen Ansatz finde ich so spannend, weil wir uns auch immer in einem System mit je eigenen Kommunikations-, Handlungs- und Beziehungsmustern befinden. Wir können nicht unseren Partner oder unsere Partnerin verändern. Aber unser eigenes Verhalten und Denken. Zu dieser Form der Beratung gehört Fragen, Fragen, Fragen. Fragen zum Verständnis, aber auch Fragen, mit denen ich Sie zum Nachdenken anregen möchte und die Ihnen völlig neue Betrachtungsweisen eröffnen.

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie begebe ich mich auf eine spannende Reise in die menschliche Psyche und ihre Verhaltensweisen. Somit kann ich auch auf ein fundiertes psychologisches Grundwissen zurückgreifen. Hierher gehört auch das Erstellen von offiziellen Diagnosen, sofern dieses erforderlich ist.

Gesprächspsychotherapie nach Rogers

Therapeutisch arbeite ich auf der Grundlage der Gesprächspsychotherapie nach Rogers. Diese Methode begeistert mich so sehr, weil die Lösung für die Anliegen in den Klienten selber liegt. Dadurch wird erreicht, dass der Klient oder die Klientin nicht nur zu sich selber findet, sondern auch wirklich hinter dem Ergebnis steht. Konkret bedeutet das, dass ich versuche, mich wirklich in Ihre Situation einzufühlen und Ihnen widerzuspiegeln, was ich dabei wahrnehme.

​Weiterbildung in Sexocorporel

​Sexualität ​lässt sich ja nicht nur wissenschaftlich erleben. Naturgemäß spielt auch unser Körper eine große Rolle bei der Wahrnehmung und dem Erleben von Lust und Leidenschaft. ​Manchmal haben wir uns in unserer modernen Welt mit all dem Stress und Druck, dem wir ausgesetzt sind, so weit von uns selber entfernt, dass wir gar nicht wirklich wahrnehmen, was wir fühlen. Oder wie angespannt wir sind. Wir funktionieren einfach und erwarten dies auch ganz selbstverständlich von unserem Körper und unseren Sexualorganen. Die körperorientierte ​Sexualtherapie Sexocorporel bietet hier wunderbare Möglichkeiten, unseren Körper und unsere Lust zu entdecken. Um diesen Ansatz kennenzulernen, habe ich an einer umfangreichen und spannenden Fortbildung bei ​meiner wunderbaren Kollegin Susanna-Sitari Rescio teilgenommen.

Weiterbildung in Embodiment

Körperliche Veränderungen haben einen direkten Einfluss auf unsere Psyche. Umgekehrt wirken sich Stimmungen, Absichten und emotionale Zustände auf körperliche Prozesse aus. Die Grundlagen dafür finden sich im Embodiment. Psychischer Stress kann unser körperliches sexuelles Erleben beeinflussen. Anderseits kann eine veränderte Körperhaltung zu mehr Wohlbefinden führen. Wir können uns diese Wechselwirkungen bewusst machen und sie gezielt verändern. Sie können das gleich selber ausprobieren: Gehen Sie einmal mit hängenden Schultern durch den Raum. Und anschließend mit gerader Haltung und herausgedrückter Brust. Merken Sie einen Unterschied?

W​as ich heute mache

​​Viele Jahre habe ich Jugendliche und Erwachsene hinsichtlich ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung beraten. Auch hier spielten Partnerschaft und Sexualität ​häufig eine große Rolle.

​Als Sexualtherapeutin und systemischer Coach ​spreche ich persönlich mit Menschen über alles, was sie bewegt. Gemeinsam entwickeln wir immer wieder ganz neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.

​Mittlerweile blicke ich auf einige Jahre der Zusammenarbeit mit großen Erotikversandhändlern zurück. Eine vielseitige Tätigkeit, bei der mein Schwerpunkt auf der Aufklärung liegt.

Das hier muss ich unbedingt extra erwähnen: Das Gefühl, in die Fußstapfen einer großen Aufklärerin zu treten, war für mich der ​ausschlaggebende Grund, für das Unternehmen Beate Uhse tätig zu werden. Den Traum hatte ich, seit ich während des Studiums aufgeschnappt hatte, dort wäre eine Soziologin eingestellt worden. Das wollte ich auch! Es hat allerdings ein paar Jahre gedauert, bis aus dem Traum Wirklichkeit wurde. Die Person Beate Uhse gehörte zu den ganz Großen: Nicht nur als Wirtschaftswunder in der deutschen Nachkriegsgeschichte sondern ​auch als Aufklärerin in einer männerdominierten erotikfeindlichen Gesellschaft. Und hier hat sie Großartiges geleistet. Ihr haben wir die Verbreitung der natürlichen Verhütungsmethode zu verdanken. Ein Wissen, das damals verschütt gegangen war. Und sie sprach offen über Sexualität, was lange Zeit für die allergrößten Anstöße sorgte. Es gab unzählige Anzeigen und Verfahren gegen sie. Trotzdem hat sie sich nie unterkriegen lassen. ​Was für Fußstapfen!

​​Zu meiner Zeit in ihrem Unternehmen war Beate Uhse leider schon verstorben. Ich hätte sie nur zu gern kennengelernt. Und so habe ich hoffentlich in ihrem Sinne für das Unternehmen ein Beratungsangebot aufgebaut, als Sex-Expertin für das Magazin ​aufklärende Beiträge ​geschrieben und bin durch das Land getourt, um den Menschen für ihre Fragen zur Verfügung zu stehen. ​Sehr spannend war auch das Schreiben von Drehbüchern für Sex-Educationals (Lehrfilme), um auf diesem Wege den Umgang mit Sexualität zu entspannen. Das Drehen der Filme war auf jedem Fall ein Highlight!

Regelmäßig kommen Journalisten und Journalistinnen mit ganz unterschiedlichen Themen auf mich zu: Paarsexualität, Sextoys, Sexroboter, Sex der Zukunft, Sex in den Wechseljahren.

Für die Stiftung Männergesundheit in Berlin habe ich für den Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht einen Beitrag über männliche Sexualität und Sextoys erarbeitet. 

​Ich bin Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft. Hier befriedige ich meinen theoretischen Wissensdurst.

​Meine Herzensthemen

​Zwei große Fragen beschäftigen mich seit jeher.

  1. Wie wirken sich gesellschaftliche Veränderungen auf unser ganz persönliches Erleben von Sexualität aus? Dieses Thema hat gerade heute mit der Internet- und und Pornographie-Debatte eine hohe Brisanz. Der Umgang mit Sexualität wird immer offener. Aber was bedeutet das für den Einzelnen? ​Was geschieht mit uns, wenn immer mehr Menschen allein leben? Eines weiß man schon heute: Der Single, der wild durch die Betten hüpft, ist die Ausnahme. Und wie wirkt sich der heutige Leistungs- und Perfektionsanspruch auf die Lust aus? 
  2. Das andere große Thema ist Sexualität in der zweiten Lebenshälfte. ​Wie in allen Bereichen gibt es auch in der Sexualität ​individuelle Lebensabschnitte wie die Pubertät oder die Familiengründungsphase. Oder der Beginn der Wechseljahre bei Frauen. Die Fruchtbarkeit neigt sich dem Ende zu und selbst bei erfülltem Kinderwunsch ​empfinden viele Frauen dies als Verlust ihrer Weiblichkeit. Hinzu kommt häufig eine körperliche, emotionale und seelische Berg- und Talfahrt. Bei Männern sinkt der Testosteronspiegel langsam aber stetig und sorgt so für eher schleichende Veränderungen. Gemeinsam können wir schauen, welches Potential diese Veränderungen bergen und w​ie sie sich positiv nutzen lassen. Denn diese Lebensphase birgt für beide Geschlechter die Chance auf lustvolle Veränderungen, weg vom Leistungsdruck hin zu mehr Sinnlichkeit und vor allem auch Selbstbestimmung.

​Und wer bin ich persönlich?

​Eine Frau, die auf ihre Wechseljahre wartet. Oder schon drin steckt. Ich bin mir da gerade nicht ganz sicher. Eine Frau mit einem großen Gepäck an Lebenserfahrung. Eine Frau mit Höhen und Tiefen in ihrem Leben. Eine Frau, die sich durchgebissen hat und die sich im Leben alles selber erarbeiten musste. Eine Frau, die sich immer wieder neu entdeckt. Eine Frau mit Lust, Lebensfreude und ständigem Hunger. 

Aufgewachsen bin ich in Kiel im Institut für Meereskunde zwischen Seehunden, Aquarium und Forschungsschiffen. Mein Vater war ein passionierter Angler und Bootsfahrer. ​Die Ferien habe ich am, auf und im norwegischen Fjord ​und die Sommerwochenenden am Strand von Fehmarn verbracht. Daher stammt wohl meine Affinität zu Wasser, Schiffen und Ankern. Auch heute brauche ich immer das Wasser in meiner Nähe. Ein Tag an der Ostsee ist Balsam für meine großstädtische Seele.

In meiner Freizeit engagiere ich mich ehrenamtlich bei den Toastmasters. Hintergrund war, meine Redeangst vor Publikum zu bewältigen. Hat geklappt. In diesem Jahr bin ich sogar die amtierende Präsidentin unseres Clubs. Auch hier ließ sich also etwas bewegen, auch wenn es mich in den vergangenen vier Jahren viel Adrenalin, Schweiß und zittrige Hände gekostet hat. Ich sage nur wieder: "Butter bei die Fische"! Manchmal müssen wir uns einfach einen Schritt vorwagen, wenn wir etwas verändern wollen.